Im Vortrag wird der aktuelle Stand der Umsetzung von Gender-mainstreaming in der EU zusammengefasst. Verträge, Umsetzungspraktiken sowie Ergebnisbilanzen werden von einer Social Justice – Perspektive aus befragt: Wo wirkt Gender-mainstreaming gegen welche Formen der Diskrimininierung? Was bedeutet ein intersektionaler Zugang zu Gender-mainstreaming, wo wird er umgesetzt? Welche Partizipationsformen öffnet die Gender-mainstreaming-Politik?
Mit einem kleinen historischen Rückblick zur Frauenbewegung lassen sich Parallelen zwischen der Frauenbewegung und der Etablierung neoliberaler Werte und Politiken herausarbeiten.
Der Abbau staatlicher Leistungen wird gestützt durch Ideen der Autonomie und Selbstverwirklichung, die vor allem die Eigenverantwortung jeder/s einzelner/n für sich selbst und die ewige Selbstoptimierung für den Arbeitsmarkt verkünden. Hier fügen sich weibliche Fähigkeiten leistungswilliger Frauen als Humanressource in das ökonomische Tagesgeschäft problemlos ein.
Die damit einhergehende Ausrichtung aktueller Frauenpolitik und Frauenförderung an traditionellen Frauenrollen und -bildern lässt für die Emanzipation von eben diesen wenig Hoffnung. Anhand von Beispielen werden die Probleme die sich bei der (neo-) liberalen Besetzung von ehemals emanzipatorisch- feministischen Idealen ergeben deutlich gemacht und zur Diskussion gestellt.
Ein Vortrag mit der Einladung zur Diskurssion über unerfreuliche Nebenwirkungen von Frauenförderung und Frauenpolitik von Rebecca Fertl.
Die Veranstaltung beginnt bereits um 18 Uhr.
und danach: „Und ich weiß sie singen nicht für mich
(Und) ich weiss doch trotzdem glaube ich
Daß ich sie verstehen kann
Obwohl ich bin ein Mann
Und trotzdem finde ich sie super“
(Tocotronic: Die Sache mit der Team Dresch Platte)
Frank Apunkt Schneider und Tilman Kallenbach begeben sich auf eine audiovisuelle Reise durch queeren Pop.
Von der Schwierigkeit, in linken deutschen Medien geschlechtsneutral zu sprechen. Bericht aus der weitgehend beschissenen Praxis
„Formulierungen wie ‚man/frau’ und das Binnen-I lehnen wir aus stilistischen und ästhetischen Gründen ab“. Wer in linken deutschen Medien in einer nicht-ausschließlich männlichen Form schreiben möchte, kennt diesen Satz, der scheinbar keiner weiteren Erklärung bedarf. Welche stilistischen und ästhetischen Essentials ihm eigentlich zugrunde liegen, wird in der Regel nicht gesagt.
Frank Apunkt Schneider versteht sich als Feminist und publiziert regelmäßig in Deutschland und Österreich. Er berichtet aus seinen eigenen diesbezüglichen Erfahrungen, und stellt Vermutungen an, warum deutsche Medien mit geschlechtsneutralen Formen ein Problem haben, österreichische hingegen nicht.
Wir alle wachsen in einer Gesellschaft auf, die uns mehr oder weniger direkt bestimmte Vorstellungen und Werte vermittelt. In sehr jungen Jahren ist es schwer, wenn nicht unmöglich, zu entscheiden, welche davon mensch annehmen oder ablehnen möchte. Später ist es oft schwierig, genug Abstand von eben diesen Vorstellungen und Werten zu entwickeln, um sie kritisch zu reflektieren und nicht nur passiv anzunehmen.
Es sollte Kindern möglich und erlaubt sein, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass es sehr verschiedene Arten zu leben, zu lieben und sich auf andere Menschen zu beziehen gibt. Deswegen haben wir uns zur Aufgabe gemacht, dieses Kinderbuch zu produzieren.
Das Anti-Discrimination Future Project ist ine Initiative von Menschen mit unterschiedlichen Migrationserfahrungen, geschlechtlichen Identitäten, sexuellen Orientierungen und familiären Hintergründen. Manche von uns haben Kinder, manche leben mit vielen Menschen zusammen, manche leben allein. Jede_r von uns lebt ein Leben, das sich von denen der anderen unterscheidet.
Zeit: 20:15
Ort: Balthasar
Lincoln, Nebraska in den frühen 90ern: Die 18-jährige Teena Brandon glaubt, in ihrer Haut ersticken zu müssen. Sie will kein Mädchen sein, sondern leben und lieben wie ein junger Mann. Deshalb wickelt sie ihren Busen bis zur Unkenntlichkeit flach, schlüpft in Jeans, Baumwollhemd und Cowboyhut und wird von Teena Brandon zu Brandon Teena.
Feminismus wird im Mainstream oft nur mit Namen wie Alice Schwarzer oder, wenn es aktueller sein darf, auch mal mit Charlotte Roche in Verbindung gebracht. Das Buch „Hot Topic – Popfeminismus heute“ versammelt viele Beiträge die persönliche Erfahrungen und Erlebnisse zu Themen wie Schoenheits-Terror, Comming-out, Drag-Kings, FanZines, Abtreibung, Gender-trouble und vielem mehr beschreiben. Wie Dörte Miosga in der Intro schreibt, ruft »›Hot Topic‹ […] selbstbewusst zu mehr medialer Präsenz des popbezogenen Feminismus auf. Eine attraktive Vorstellung.« Doch was heißt dieses „Popfeminismus“ eigentlich? Was kann und will Popfeminismus gerade in Bezug auf die Lebensrealität junger Frauen leisten? Kann hier ein kritisches Potential entfaltet werden oder schlägt das Konzept um in Affirmation des Status Quo? Diesen und anderen Fragen widmet sich die Herausgeberin des Buches Sonja Eismann im gleichnamigen Vortrag.
Sonja Eismann ist Mitherausgeberin der Zeitschrift «Missy Magazine» und war lange Zeit Redakteurin der Zeitschrift «Intro».
Auf diesem Weg ein Hinweis zur Veranstaltung am Mittwoch: Die Referentin wird in englischer Sprache vortragen. Die Präsentation ist aber in deutscher Sprache verfasst. Wir werden uns bemühen, eine Übersetzung des Vortrages in Papierform zur Verfügung zu stellen.